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Radfahren
Das Fahrrad als Sportgerät ermöglicht ein effektives und abwechslungsreiches Ausdauertraining. Unter dem Begriff Radsport werden heute eine Vielzahl unterschiedlicher Sportarten zusammengefasst, bei denen das Fahrrad als Sport- und Fitnessgerät die gemeinsame Grundlage bildet. Der Bereich Ausdauer wird, je nachdem welche Radsportart ausgeübt wird, unterschiedlich stark trainiert.
Bei einigen Varianten des Radsports steht Koordination noch vor der Ausdauer.
Radfahren ist vor ungefähr 25 Jahren wieder als Sport entdeckt worden. In den Jahren davor fuhr man mit dem Rad, weil man es musste, nicht weil man es wollte. Es hatte nicht jeder ein Fahrzeug und viele Wege wurden gezwungenermaßen mit dem Fahrrad erledigt, eben weil es schneller war als zu Fuß und weil man die Einkäufe nicht tragen musste. In dem Maße, in dem die Anzahl der Kfz zunahm, nahm die Anzahl der Fahrräder ab, ähnlich wie bei den Motorrädern, die auch als reines Fortbewegungsmittel angesehen wurden. Aber genau wie die Motorradfahrer haben auch die Radfahrer den Spaß am Fahren wieder entdeckt und Radfahren ist mittlerweile zu einer der beliebtesten Freizeit- und Ausdauersportarten geworden. Der Bund deutscher Radfahrer hat mittlerweile über 150 000 Mitglieder, die aus Freude an der Bewegung mit dem Rad fahren.
Radfahren ist außerordentlich gesund. Es stärkt das Herz-Kreislaufsystem, belastet die Gelenke kaum und trägt zur Verbesserung des Wohlbefindens und der allgemeinen Fitness bei. Radfahren trainiert jedoch hauptsächlich die Muskelgruppen in den Beinen und im Gesäß. Die Arme und Schultern werden beim Radfahren kaum trainiert, daher ist das Rudern eine ideale Ergänzung zum Radsport. Radfahren ist ein Sport, den fast jeder ausüben kann. Es gibt für jeden das richtige Fahrrad. Bei der Anschaffung des Rades muss man überlegen, was man will. Ganz Sportliche werden zu einem Rennrad greifen, der Alltagssportler ist mit einem Trekking- oder Tourenrad sicherlich besser bedient. Auch diese Räder gibt es mit allem möglichen Komfort. Gerade auch für ältere oder noch nicht so sportliche Radfahrer gibt es auch Räder mit einem ganz tiefen Rahmen, die das Aufsteigen erleichtern und die Unfallgefahr beim Auf- und Absteigen deutlich verringern. Diese Bequemlichkeit geht dann natürlich etwas zu Lasten der Sportlichkeit, aber die Sicherheit sollte immer im Vordergrund stehen.
Auch bei den Preisen für die Fahrräder sind nach oben keine Grenzen gesetzt, wer jedoch ein niedriges Budget hat, kann auch günstige Räder von guter Qualität finden oder ein gebrauchtes Schnäppchen machen. Die Kleidung sollte zweckmäßig und praktisch sein, sicherlich muss man nicht gleich spezielle Kleidungsstücke anschaffen. Wer intensiv mit Fahrrad fährt, wird sich vielleicht nach einiger Zeit für eine Radlerhose entscheiden, aber das muss für den normalen Radfahrer nicht sein. Ein Helm, der sollte schon sein, denn die Unfallgefahr ist auf der Straße immer gegeben und der Helm ist neben dem Fahrrad der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für den Radfahrer.
Ungeübte und Untrainierte sollten auch beim Radfahren langsam beginnen. Kurze Strecken mit geringen Steigungen und sich dann langsam steigern. Eine Pulsuhr ist für Anfänger sicher angebracht und eine Absprache mit dem Hausarzt ist gerade für ältere und gesundheitlich angeschlagenen Menschen oder Menschen mit starkem Übergewicht ein Muss. Der Arzt wird mit dem Trainingswilligen besprechen, in welchem Umfang das Training durchgeführt und gesteigert werden sollte, denn Radfahren ist gerade für diese Gruppe eine gute Sportart, weil es die Gelenke nicht belastet.
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